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Unsere Vorfahren haben im Gebiet der Schweiz alle grossen Raubtiere (Bär, Wolf und Luchs) vollständig ausgerottet. Damit war es auch nicht mehr nötig, die Herden vor Raubtieren zu schützen. Die in den vergangenen Jahrhunderten entwickelten Schutzsysteme verschwanden. In dieser Zeit wurden Schafverluste durch wildernde Hunde, Füchse, Kolkraben oder Adler hingenommen. Nun kehren die grossen Raubtiere wieder zurück. Damit wird es erneut notwendig, Schutzsysteme aufzubauen. In verschiedenen europäischen Regionen haben die Kleinviehhalter wieder gelernt, mit dem Wolf umzugehen. Die Schutzmethoden sind jeweils den lokalen Bedürfnissen angepasst und lassen sich nicht ohne weiteres auf andere Gebiete übertragen. Im Rahmen des Konzept Wolf Schweiz werden verschiedene Schutzmethoden entwickelt und getestet. Damit die Schutzmethoden wirken, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein:
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Der Wolf frisst auch Schafe und ZiegenNeben wildlebenden Huftieren gehören Schafe und Ziegen zur bevorzugten Nahrung des Wolfes. Für Wölfe ist ein unbewachtes Schaf bedeutend einfacher zu reissen und auch weit weniger gefährlich als etwa ein Rothirsch. Bei einem Angriff auf Nutztiere kann der Wolf mehrere Tiere töten, ohne sie alle zu fressen. Das können 4 bis 7 Tiere sein (in extremen Fällen sogar mehr). Meist konzentrieren sich solche Angriffe auf nur wenige Nutztierbesitzer. In den Abbruzzen (Italien) hatten nur vier von hundert Besitzern mehr als zwei Tiere verloren. In Mercantour (Frankreich) wurden bisher ähnliche Erfahrungen gemacht. |
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Beim Schutzhund handelt es sich um einen grossen, kräftigen Hund, der 30 bis 70 kg schwer sein kann (Pyrenäenberghund, Maremmenhund, Bernhardiner). Dieser lebt inmitten der Schafherde und kann einem Wolf oder gar einem Bären standhalten. Die Hirten rüsten ihre Hunde oft mit Stachelhalsbändern aus, die sie in einem möglichen Kampf mit einem Grossraubtier vor Halsbissen schützen. Damit ein solcher Schutzhund lernt mit den Schafen zu leben, muss er bereits im Alter von vier Monaten mit Schafen zusammenleben. So bekommt der junge Hund eine starke soziale Bindung zu den Schafen. Die ersten solchen Hunderassen stammen vermutlich aus Asien. Sie sind schon vor über 5000 Jahren eingesetzt worden. Europa erreichten sie wohl zusammen mit nomadisierenden Schafzüchtern aus der Kaukasus-Region oder über die Seidenstrasse. Gegenwärtig sind aus Eurasien über 30 solcher Herdenschutzhunderassen bekannt. In Europa sind mit dem Verschwinden der Wölfe allerdings auch die Hunde in Vergessenheit geraten.
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Wegen seiner starken Abneigung gegen alle Hundearten wird er in zahlreichen europäischen Ländern für die Bewachung der Schaf-, Ziegen- und Kuhherden eingesetzt. Vor allem gegen streunende Hunde und Füchse ist er erfolgreich. Esel sehen, hören und riechen sehr gut. Mit diesen Fähigkeiten können sie leicht einen Angreifer entdecken. Schreiend und mit entblössten Zähnen verfolgen sie die Eindringlinge und versuchen sie zu beissen oder zu schlagen. Das Schreien eines Esels ist über mehrere Kilometer weit zu hören.
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Wie das Problem auch gelöst werden könnte ...
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LinksNationale Koordinationsstelle für HerdenschutzHerdenschutzzentrum Oberwallis Herdenschutz Leitfaden für Tierhalterinnen und Tierhalter (WWF) |
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